Briefdienstleister bauen Angebot aus

Verbesserungen im Service, Digitalisierung und die anstehende Portoerhöhung bei der Deutschen Post waren Themen, mit denen sich die Teilnehmer der Tagung der Privaten Briefdienstleister Süddeutschlands gestern im Mittelbayerischen Druckzentrum befassten. Zehn Briefdienstleister nahmen an dem Branchentreffen teil. Gastgeber war die City Mail GmbH, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert.

1999 gegründet, ist das Unternehmen seit 2002 eine 100-prozentige Tochter von “M Das Medienhaus”. Mehr als 120 Mitarbeiter verarbeiten rund 30 Millionen Sendungen pro Jahr, hauptsächlich von Geschäftskunden aus der Region wie Behörden, Firmen vom Mittelständler bis zum Konzern oder Organisationen aus dem Gesundheitsbereich.

“Ein großer Pluspunkt der privaten Briefdienstleister ist die persönliche Erreichbarkeit”, sagte Rainer Lindner, Gesamtleiter Verkauf & Marketing bei der City Mail. Die Kundenberater seien nicht nur telefonisch erreichbar, sondern würden auch persönlich zum Kunden vor Ort kommen. Dieser persönliche Service werde von den Kunden sehr geschätzt und solle daher künftig noch verstärkt werden.

Auch im Bereich Digitalisierung würden die Briefdienstleister den Gewerbekunden bereits attraktive Angebote machen. Statt Geschäftsbriefe im Haus zu bearbeiten, könne die komplette Abwicklung an Briefdienstleister delegiert werden: “Wir drucken die Briefe aus, falzen und kuvertieren sie und kümmern uns um den Versand”, beschreibt Lindner das Prozedere. Dies bedeute für den Kunden eine große Zeitersparnis, bei der Verarbeitung der Datenströme werde zudem stets der Datenschutz gewährleistet. Lindner geht von einem wachsenden Bedarf an solchen Dienstleistungen aus. Noch relativ neu seien Angebote wie der “digitale Posteingang”. Hier würden die Anbieter sich nach den Bedürfnissen der Geschäftskunden richten.

Dass die Deutsche Post voraussichtlich im Sommer 2019 das Porto für einen Standardbrief erhöhen will, wurde bei der Tagung in Regensburg ebenfalls diskutiert. “Unter den Teilnehmern bestand Einigkeit, dass wir unverändert eine günstigere Alternative in der Zustellung bleiben wollen”, betonte Lindner. Auch das Thema Mitarbeitergewinnung bewegt die Briefdienstleister. Vor allem in den Bereichen Sortierung und Zustellung würden Mitarbeiter gesucht.

Im Jubiläumsjahr steht bei der City Mail eine Neuausrichtung an. “Wir werden uns vom Briefdienstleister zum Logistikunternehmen weiterentwickeln”, so Lindner. Im Bereich der Express-Zustellung agiere man bereits heute nicht nur deutschlandweit, sondern sogar international

Anbei finden Sie den Link zum MZ-Artikel vom 29.03.2019